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AI-Chatbots erfinden Quellen, die es nicht gibt | Johannes BeusAI-Chatbots erfinden Quellen, die es nicht gibt
Ohne angebundene Backends zur Validierung („Grounding“) haben AI-Chatbots ein strukturelles Problem mit URLs. Der Grund: Die Texteingabe wird in Tokens zerlegt. Und das betrifft in der Regel auch den Slash („/“). Während der Hostname meist korrekt wiedergegeben wird, ist der Pfad dahinter reine Statistik.
Um das Ausmaß dieses Problems zu messen, haben wir jeweils 10.000 Quellenangaben der drei großen AI-Chatbots (ChatGPT, Gemini und DeepSeek) auf ihre tatsächliche Erreichbarkeit überprüft. Das Ergebnis:
Google Gemini schneidet am besten ab: Rund 42 % der angegebenen URLs sind direkt erreichbar, weitere 20 % leiten weiter. Doch bei rund einem Drittel liefert der Webserver einen 400er-Fehler - die Seite existiert nicht. Bei ChatGPT sieht es nicht besser aus, und auch DeepSeek liefert aktuell keine überzeugenden Ergebnisse.
Fazit: AI-Chatbots werden nicht darum herumkommen, externe Systeme zur Validierung von URLs und anderen Fakten einzubinden, um verlässliche Antworten zu garantieren. | 39 comments on LinkedIn